Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV) begrüßt die Entscheidung des Berliner Senats, die Internationale Bauausstellung (IBA) in den Jahren 2034 bis 2037 auszurichten. Der AIV hat sich seit vielen Jahren für die Neuauflage einer IBA in Berlin eingesetzt und sieht in dem Vorhaben eine bedeutende Chance, die Zukunft des Städtebaus aktiv zu gestalten.
Tobias Nöfer, AIV-Vorstandsmitglied und Sprecher Public Affairs: „Die IBA bietet die Möglichkeit, innovative Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit zu entwickeln – von urbaner Klimaanpassung und den nachhaltigen Umgang mit Flächen über neue Formen des Zusammenlebens in der Stadt bis hin zu beispielhafter neuer Stadtarchitektur.“
Besonders die geplante räumliche Fokussierung entlang des S-Bahn-Rings bewertet der AIV positiv. Die Entwicklung dieser bestens erschlossenen Übergangsräume zwischen innerer und äußerer Stadt könne dazu beitragen, bestehende Barrieren zu überwinden, Quartiere besser zu vernetzen und neue qualitätsvolle Lebensräume zu schaffen.
Mit Blick auf die historischen Erfahrungen der letzten Berliner IBA (1978–1987), die bis heute prägende Impulse für den Umgang mit der gebauten Stadt geliefert hat, sieht der AIV großes Potenzial, erneut Maßstäbe für einen zukunftsfähigen Städtebau zu setzen.
Gleichzeitig betont der Verein die Bedeutung klarer Rahmenbedingungen und ambitionierter Zielsetzungen. „Entscheidend wird sein, dass die IBA nicht nur als Ausstellung, sondern als wirksames Instrument für zukunftsweisende Architektur und Städtebau verstanden wird. Die Projekte müssen modellhaft, international übertragbar und langfristig wirksam sein“, so Nöfer abschließend.
Der AIV wird den weiteren Prozess konstruktiv begleiten und seine fachliche Expertise in die Entwicklung der IBA einbringen.