Neue Ideen für Westhafen und Großmarkt gesucht unter dem Titel: „grossWEST – Stadt als Ressource: Die Versorgung Berlins“

Berlin, 17. September 2020 – Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV) hat den Schinkel-Wettbewerb 2021 ausgelobt. Der Ideen- und Förderwettbewerb richtet sich an junge Leute bis 35 Jahre aus den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur, Verkehrsplanung und Freie Kunst. Er zählt zu den bekanntesten und ältesten deutschen Nachwuchspreisen. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von bis zu 30.000 Euro vergeben. Dieses Jahr werden neue Ideen für den Westhafen und Großmarkt gesucht unter dem Titel „grossWEST – Stadt als Ressource: Die Versorgung Berlins“.

Gesche Gerber und Ernst-Wolf Abée, Vorsitzende des AIV-Schinkel-Ausschusses: „Das Wettbewerbsgebiet des AIV-Schinkel-Wettbewerbs 2021 liegt am Westhafenkanal zwischen Putlitzbrücke und Charlottenburger Verbindungskanal. Der Westhafen und der Berliner Großmarkt können als ´geheime Orte´ be­zeichnet werden. Trotz verkehrsgünstiger und relativ zentrumsnaher Lage sind die bau­­lichen Strukturen und die Bedeutung für die Ver- und Entsorgung der Stadt den meisten Berliner*innen unbekannt.“

Die Berliner Großmarkt Gesellschaft (BGM) wie auch die BEHALA als Betreiber des Westhafens sind bestrebt, die Wahrnehmung ihrer Einrichtungen in der Stadtgesell­schaft zu erhöhen. Das Hafenfest zum 100. Geburtstag ist für das Jahr 2023 vor­ge­sehen. Aufgrund der expandierenden Metropole stehen beide Landesbetriebe unter hohem Wachstumsdruck, zusätzliche Grundstücksflächen stehen jedoch nicht zur Verfügung.

Aus den funktionalen, baulichen und logistischen Anforderungen der beiden Institutionen am gemeinsamen Standort und den Herausforderungen eines nachhaltigen Stadtumbaus entstehen vielfältige Fragestellungen, die es zu lösen gilt.

Die Aufgabenstellungen für die Teilnehmer werden in verschiedenen Fachsparten gestellt, im Städtebau, in der Architektur und Landschaftsarchitektur, in der Verkehrsplanung und im konstruktiven Ingenieurbau, aber auch in der Freien Kunst. Die Ausschreibungsunterlagen stehen allen Interessierten online hier zur Verfügung.

Dipl.-Ing. Tobias Nöfer, AIV-Vorsitzender: „Neben dem AIV-Schinkel-Wettbewerb stellen wir ab 1. Oktober die Ergebnisse des Internationalen Städtebaulichen Ideenwettbewerbs Berlin-Brandenburg 2070 im Kronprinzenpalais, Unter den Linden, aus. Mit beiden Wettbewerben verfolgen wir das AIV-Ziel, die Berliner Baukultur zu fördern.“

Detaillierte Informationen zum AIV-Schinkel-Wettbewerb 2021, u.a. zu den Aufgabenstellungen in den ausgelobten Fachsparten, finden Sie anbei.

Termine zum AIV-Schinkel-Wettbewerb:

06.11.2020: Rückfragenkolloquium
18.01.2021: Anmeldeschluss
15.02.2021: Abgabe
13.03.2021: Preisverleihung und Schinkel-Fest

Weitere Informationen zum Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V. (AIV):

Der AIV hat das Ziel, die Berliner und Brandenburger Baukultur zu fördern. Seine wichtigste Aufgabe sieht der traditionsreiche und älteste Begleiter der Bau- und Kulturgeschichte Berlins und Brandenburgs. www.aiv-berlin-brandenburg.de

Ansprechpartner AIV:
Dipl.-Ing. Tobias Nöfer

Vorsitzender Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V.           
T +49 30 883 45 98
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Dipl.-Ing. Gesche Gerber
Dipl.-Ing. Ernst-Wolf Abée
Vorsitzende AIV-Schinkel-Ausschuss
Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V.
T +49 30 883 45 98
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Pressekontakt:
Martina Rozok
Pressesprecherin
Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V.                          
M +49 170 23 55 988
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.aiv-berlin-brandenburg.de
 
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Mühlendamm und Gertraudenbrücke

Berlin, 22. Juni 2020 – Nach Angaben des Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Berlin (AIV) fängt guter Städtebau in einer Stadt mit vielen Wasserwegen bei den Brücken an. Dipl.-Ing. Tobias Nöfer, AIV-Vorsitzender: „Brücken können nicht nur verbinden, sondern Stadträume beleben bzw. sogar neu entstehen lassen. Das zeigen uns historische Beispiele wie der Ponte Vecchio in Florenz oder die Rialtobrücke in Venedig, aber auch moderne Bauten wie die Cirkelbroen-Brücke in Kopenhagen sowie die Entwürfe zur Bridge 800 competition in London. Berlins aktuelle Brückenplanungen im Zentrum sind hingegen uninspiriert, autobahnartig und eines Stadtzentrums unwürdig. Deswegen müssen dringend vernünftige urbane Konzepte entwickelt werden, damit nicht weiter Betonmonster gebaut werden, die einen guten Städtebau unmöglich machen.“

Zwei Beispiele für fehlgeschlagene Brückenplanungen, die zu einem monströsen Autoverkehr und zu unmenschlichen Räumen geführt haben, sind die Mühlendamm- und Gertraudenbrücke, die 1968 bzw. 1978 entstanden sind. Bis heute zerschneiden sie den historischen Kern von Berlin und sind zu Symbolen eines verfehlten Städtebaus geworden. Wie die baugleiche Elsenbrücke in Treptow sind sie mittlerweile baufällig und müssen erneuert werden – die Chance für einen Neuanfang!

Dr. Benedikt Goebel, Stadthistoriker und AIV-Vorstandsmitglied: „Hier darf es kein Weiter so! geben. Das Klosterviertel und der Molkenmarkt bilden den Ursprung der Stadt Berlin, der gerade neu gestaltet wird. Eine innovative Brückenplanung kann hier Quartiere verbinden und so die verlorene Urbanität zurückkehren lassen. Eine interessante Alternative wäre beispielsweise die Idee, die Mühlendammbrücke selbst wieder zu bebauen. Genau 100 Jahre nach der Gründung von Groß-Berlin hat die Stadt die einmalige Chance, nicht wieder in die 1970er Jahre zu verfallen, sondern auch im Zentrum eine menschenfreundliche Metropole zu gestalten.“

Berlin, 16. Juli 2020 – Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV) hat heute die fünf Gewinner des Internationalen Städtebaulichen Ideenwettbewerbs zur Zukunft der Metropolregion Berlin-Brandenburg bekannt gegeben.

Den 1. Preis erhält die Arbeit „Zusammenwachsen – Landschaf(f)tStadt“, die von den Berlin-Potsdamer Architekten Bernd Albers und Silvia Malcovati gemeinsam mit Vogt Landschaft und Arup Deutschland abgegeben wurde.

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Die weiteren Preisträger sind:

2. Preis: „Stadtlandschaft Brandenburg-Berlin 2070 – Kontur einer Übergangsgesellschaft“: Kopperroth / SMAQ / Alex Wall (Berlin und Cambridge, USA), Dipl.-Ing. Stefan Tischer, freischaffender Landschaftsarchitekt, Office MMK – Urban Technologiesa 2002 2020 05 14

3. Preis: „Sternarchipel Berlin – Brandenburg“: Jordi & Keller Architekten / Pellnitz Architektur und Städtebau (Berlin), Christina Kautz Landschaftsarchitektur, Ludwig Krause Stadtplanera 2012 2020 05 14

4. Preis: „Landschaft der Unterschiede“: Thomas Stellmach Planning and Architecture / fabulism GbR (Berlin), Lysann Schmidt Landschaftsarchitektur, Melissa Gómez (Beraterin für nachhaltige Mobilität und urbane Innovation), Marcus Andreas (Berater für Nachhaltigkeit), Florian Strenge (Berater für Urbanismus & Design Prozesse)

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5. Preis: „Archipel – Labor: Ein Atlas von urbanen Inseln für Berlin“: Pedro Pitarch (Madrid)

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Die AIV-Zeitschrift erscheint in der Regel zweimal jährlich und enthält neben aktuellen Beiträgen zum Berliner und Brandenburger Baugeschehen auch die Dokumentation des AIV-Schinkel-Preises. Die Mitglieder es AIV erhalten die Hefte kostenlos. Einzelne Hefte können in der Geschäftsstelle des AIV zum Preis von 18 Euro (inklusive Versand) bestellt werden. Die vollständige pdf-Version steht ca. 4 Wochen nach Erscheinen des Heftes online zur Verfügung.

 

„Unvollendete Metropole“: Wettbewerb, Ausstellung und Metropolengespräche als Beitrag für die qualitative und nachhaltige städtebauliche Weiterentwicklung von Berlin-Brandenburg

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Berlin, 27. April 2020 – Heute vor 100 Jahren wurde Berlin zum dritten Mal geboren – nach seiner Gründung im Mittelalter und nach dem Zusammenschluss von Berlin und Kölln mit ihren drei barocken Stadterweiterungen am Neujahrstag 1710. Oder genauer: Der 27. April 1920, Tag des Beschlusses der Preußischen Landesversammlung zu Groß-Berlin, war der Beginn der Schwangerschaft, das Licht der Welt erblickte die Riesenstadt erst gut ein halbes Jahr später am 1. Oktober 1920. Bereits vor der Gründung Groß-Berlins hatte der „Architektenverein zu Berlin“ gemeinsam mit der „Vereinigung Berliner Architekten“ einen Wettbewerb zur Gestaltung der Stadtregion durchgeführt. Das Jahrhundertereignis prägt das Gesicht der Stadt bis heute.

Dipl.-Ing. Tobias Nöfer, Vorsitzender des Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Berlin (AIV): „100 Jahre später knüpfen wir an unsere historische Rolle an, um einer breiten gesellschaftlichen Debatte über die Zukunft der Stadtregion neue Energie zu geben. Unser Internationaler Städtebaulicher Ideenwettbewerb für Berlin-Brandenburg 2070 wird derzeit durchgeführt und im Juli entschieden. Die Wettbewerbsbeiträge sollen Lösungen aufzeigen, wie die Stadtregion in eine lebenswerte Zukunft geführt werden kann. Sie werden im Rahmen der Jubiläums-Ausstellung und in begleitenden Metropolengesprächen diskutiert. Wettbewerb, Ausstellung und Metropolengespräche bilden einen wichtigen Beitrag für die qualitative und nachhaltige städtebauliche Weiterentwicklung von Berlin.“

Unvollendete Metropole: 100 Jahre Städtebau für Groß-Berlin

In der Jubiläumsausstellung „Unvollendete Metropole: 100 Jahre Städtebau für Groß-Berlin“ werden Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Metropole verknüpft, die städtebaulichen Leistungen Berlins seit 1880 aufgezeigt und die daraus resultierenden aktuellen Potenziale der Stadtregion Berlin-Brandenburg beleuchtet.

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