Die Industriestadt an der Nuthe im Niederen Fläming war Schauplatz unseres Schinkel-Wettbewerbs 2026. Luckenwalde wurde am 21. Juni 1841 an die Anhalter Bahn angeschlossen, die wir zu dieser Fachexkursion nutzen werden. Damit war Luckenwalde der Welt erschlossen. Schon die Umnutzung des Empfangsgebäudes des Bahnhofs 2006 – 2008 zur Stadtbibliothek ist ein architektonisches Kleinod.
Das Stadttheater – mit Schule – 1927 – 1930 nach Entwürfen des Stadtbaumeisters Hans Graf mit Rudolf Brennecke und Paul Backes in feinstem Expressionismus errichtet, kontrastiert auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Salzgitter-Bunker von 1944.
Mit der Arbeitersiedlung „am Anger“ von 1920 – 1921 demonstriert der Architekt Joseph Bischof den Beginn des Neuen Bauens im Wohnungsbau. Das konservative Gegenstück, die Siedlung „Auf dem Sande“ erfahren wir nach der Hutfabrik Erich Steinberg, 1922 bis 1923 von Erich Mendelsohn geplant und errichtet, 2006 – 2011 rekonstruiert und heute periodisch zu Veranstaltungen genutzt.
Denn neu in den Fokus ist das Stadtbad, 1927 – 1929 von Hans Hertlein, gerückt, dessen Becken seit Jahren leer stehen. Dem Eisenbeton ist es zu danken, dass das 22,5 Meter lange Schwimmbecken wie auch die Ankleidekabinen in seiner ursprünglichen Form im 21. Jahrhundert noch erhalten geblieben sind.
