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	<title>Bauakademie Archive - Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V.</title>
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	<title>Bauakademie Archive - Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V.</title>
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		<title>Gastbeitrag des AIV im Tagesspiegel: Wiederaufbau der Bauakademie &#8211; So viel Schinkel wie möglich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Philip Engelbrecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jul 2018 11:46:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bauakademie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zum Wiederaufbau der Bauakademie gab es einen Programmwettbewerb – nur ohne Programm. Ein Zwischenruf. Von Harald Bodenschatz und Ephraim Gothe AIV. Mit freundlicher Genehmigung des TAGESSPIEGEL &#8220;Der Bund ist gegenüber Berlin spendabel geworden! Man denke nur an das Humboldtforum, die Einheitswippe, die Kulturscheune, den Flughafen BER und nicht zuletzt an die Bauakademie. Wunderbar, oder? Zur &#8230; <a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de/tagesspiegel-gastbeitrag-aiv-wiederaufbau-der-bauakademie-so-viel-schinkel-wie-moeglich/">Weiter</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de/tagesspiegel-gastbeitrag-aiv-wiederaufbau-der-bauakademie-so-viel-schinkel-wie-moeglich/">Gastbeitrag des AIV im Tagesspiegel: Wiederaufbau der Bauakademie &#8211; So viel Schinkel wie möglich</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de">Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[</p>
<p class="ts-intro" itemprop="description"><strong>Zum Wiederaufbau der Bauakademie gab es einen Programmwettbewerb – nur ohne Programm.</strong></p>
<p class="ts-intro" itemprop="description"><a href="https://www.tagesspiegel.de/kultur/wiederaufbau-der-bauakademie-so-viel-schinkel-wie-moeglich/22835666.html" title="So viel Schinkel wie möglich" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Ein Zwischenruf. Von <span class="ts-author">Harald Bodenschatz</span> und </span></a><span class="ts-author"><a href="https://www.tagesspiegel.de/kultur/wiederaufbau-der-bauakademie-so-viel-schinkel-wie-moeglich/22835666.html" title="So viel Schinkel wie möglich" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Ephraim Gothe AIV. Mit freundlicher Genehmigung des TAGESSPIEGEL </span></a><br /></span></p>
<p>&#8220;Der Bund ist gegenüber Berlin spendabel geworden! Man denke nur an das Humboldtforum, die Einheitswippe, die Kulturscheune, den Flughafen BER und nicht zuletzt an die Bauakademie. Wunderbar, oder? Zur Erinnerung: Die Bauakademie – der „rote Kasten“ – wurde 1832 bis 1836 von Karl Friedrich Schinkel errichtet. Sie diente zunächst als Sitz der obersten preußischen Baubehörde und als Ausbildungsstätte für preußische Baubeamte. Sie war eine der Keimzellen der späteren Technischen Hochschule.</p>
<p>Im Krieg nur wenig zerstört, wurde sie von der DDR-Regierung wieder repariert, um 1962, kurz vor der Fertigstellung, wieder abgerissen zu werden – zugunsten des DDR-Außenministeriums. Das wurde seinerseits 1995 abgerissen, um für einen Wiederaufbau der Bauakademie Platz zu schaffen. Doch dieser ließ auf sich warten – Jahrzehnt um Jahrzehnt. Seit dem 11. November 2016 stehen Bundes-Gelder für die Bauakademie bereit, zunächst ohne genau zu wissen, ob es denn ein Wiederaufbau sein und was in diesem Gebäude geschehen soll.</p>
<p>Doch nun wurde uns endlich verkündet, wo es hingehen soll. Nach einem im Februar 2017 gestarteten „ergebnisoffenen Dialogverfahren“ und einem „Programmwettbewerb“ ist seit Mai dieses Jahres klar: Wir brauchen vor allem Veranstaltungen, mehr Vermittlung von Architektur! Die bunten Vorschläge der fünf Wettbewerbsgewinner waren bis Anfang Juli im alten Haus des Deutschen Gemeindetages an der Straße des 17. Juni zu sehen. Doch halt – wie steht es mit dem Programm? Hier herrscht Funkstille. Vor lauter Suche nach Veranstaltungsformaten trat die Frage, was denn mögliche Botschaften all dieser Veranstaltungen sein könnten, in den Hintergrund. Ein Programmwettbewerb ohne Programm?</p>
<p><strong>Schinkel stand für Unabhängigkeit von Kirche und Krone</strong></p>
<p>Architektonische Vorschläge waren zwar noch nicht gefragt, aber „so viel Schinkel wie möglich“. Doch macht das Sinn? Ja! Denn das ist ja nicht nur eine architektonische Forderung, sondern auch eine programmatische. Wofür stand Schinkel? Diese Frage hätte man stellen können, ja müssen. Schinkel war oberster Baubeamter der preußischen staatlichen Verwaltung.</p>
<p>Sein Wirken stand für Sparsamkeit und Effizienz, aber auch für Schönheit, Ortsbezogenheit und Auseinandersetzung mit Geschichte. Es stand für programmatische Unabhängigkeit von Krone und Kirche. Und für die optimale Ausbildung des eigenen Nachwuchses. All dies brachte die Bauakademie auch architektonisch zum Ausdruck. Sie war eine Apotheose „guter Bau-Verwaltung“. Auch die überkommenen Terrakotta-Reliefs künden davon. Das ist einzigartig, großartig. Als Kunst wie als Programm!</p>
<p>Dieses Programm könnte, ja müsste heute neu interpretiert und bereichert werden. Wofür brauchen wir denn sonst eine wieder errichtete Bauakademie? Die Themen müssen wir nicht lange zu suchen: Wohnungsfrage, Bodenfrage, Energiefrage, Klimafrage, Verkehrsfrage! Wie kann die Stadt der Zukunft schön und gut gestaltet, wie das kriselnde Land ertüchtigt werden? Was ist eine gute Bau-Verwaltung heute? Und natürlich: Wofür steht die Heimat der Bauakademie, die Hauptstadt Berlin? Ein Ort, der selbst eine europäische Botschaft vermittelt: Berlin hat erst Ende des 19. Jahrhunderts seine bauliche Form gefunden, war die Bühne harter Konflikte und Experimente in der Weimarer Republik, vor allem aber Brennspiegel zweier sehr unterschiedlicher Diktaturen, die eine vielfach gebrochene Stadt hinterlassen haben. Heute ist Berlin wieder im Kommen. Eine europäische Großstadt mit großen Herausforderungen und noch größeren Chancen, ein Ort, und das ist wirklich einzigartig, der sein Wachstum immer wieder reflektiert.</p>
<p>Doch vielleicht ist ein solches Programm längst auf der politischen Agenda und uns nur noch nicht bekannt? Denn auch Politiker wissen: Politik muss gestalten, die Zielrichtung weisen, nicht den Löffel an Marketingfirmen abgeben. Wo aber bleiben die Politiker des Bundes und des Landes? Ja, auch des Landes Berlin! Haben sie nichts zu diesem Thema zu sagen? Die entscheidende Weichenstellung heute heißt: Wollen wir eine Event-Location oder ein Zentrum mit Botschaften, einen Ort gesellschaftlicher Auseinandersetzung? Wir besitzen übrigens bereits eine überzeugende programmatische Einrichtung: die Bundesstiftung Baukultur. Bitte jetzt nicht eine zweite Stiftung Bauzirkus!&#8221;</p>
<p><span itemprop="description"><em>Abb: Der Baumeister auf dem Schinkelplatz. Seit 1996 steht seine Statue wieder vor der Bauakademie. </em></span><small itemprop="copyrightHolder"><em>Foto: dpa/ Jens Kalaene</em></small></p>
<p><span class="ts-author"><a href="https://www.tagesspiegel.de/kultur/wiederaufbau-der-bauakademie-so-viel-schinkel-wie-moeglich/22835666.html" title="So viel Schinkel wie möglich" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Mit freundlicher Genehmigung des TAGESSPIEGEL </span></a></span>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de/tagesspiegel-gastbeitrag-aiv-wiederaufbau-der-bauakademie-so-viel-schinkel-wie-moeglich/">Gastbeitrag des AIV im Tagesspiegel: Wiederaufbau der Bauakademie &#8211; So viel Schinkel wie möglich</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de">Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V.</a>.</p>
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		<item>
		<title>Wiederaufbau der Bauakademie in Berlin: Schinkel soll Schinkel bleiben</title>
		<link>https://www.aiv-berlin-brandenburg.de/wiederaufbau-der-bauakademie-in-berlin-schinkel-soll-schinkel-bleiben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Philip Engelbrecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Mar 2017 07:21:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bauakademie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus der TAZ vom 09.03.2017 (Rolf Lautenschläger) &#8220;Wenn auf Veranstaltungen zu Karl Friedrich Schinkels Bauakademie Fotos, Illustrationen und Zeichnungen von dem 1962 abgerissenen Gebäude gezeigt werden, steigt jedes Mal der Erregungsgrad im Publikum: Der rote profane Backsteinbau von 1836, der ideale Kubus und der schöne Terrakottaschmuck – Schinkels Architektur gilt noch immer als die Ikone &#8230; <a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de/wiederaufbau-der-bauakademie-in-berlin-schinkel-soll-schinkel-bleiben/">Weiter</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de/wiederaufbau-der-bauakademie-in-berlin-schinkel-soll-schinkel-bleiben/">Wiederaufbau der Bauakademie in Berlin: Schinkel soll Schinkel bleiben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de">Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.taz.de/!5387663/" title="TAZ AIV zur Bauakademie 09.03.2017" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a></p>
<p><a href="http://www.taz.de/!5387663/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aus der TAZ vom 09.03.2017 (Rolf Lautenschläger)</a></p>
<p>&#8220;Wenn auf Veranstaltungen zu Karl Friedrich Schinkels Bauakademie Fotos, Illustrationen und Zeichnungen von dem 1962 abgerissenen Gebäude gezeigt werden, steigt jedes Mal der Erregungsgrad im Publikum: Der rote profane Backsteinbau von 1836, der ideale Kubus und der schöne Terrakottaschmuck – Schinkels Architektur gilt noch immer als die Ikone der Moderne des 19. Jahrhunderts.</p>
<p>Auch am Mittwochabend im Haus der Berliner Stadtbibliothek setzten die Veranstalter – der Verein Berliner Wirtschaftsgespräche sowie der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin (AIV) – bei einer hochkarätigen Diskussionsrunde zum Thema „Bauakademie – Was und Wie?“ wieder diese Mittel ein. Sollte doch mit der medialen Erinnerung an „Schinkels revolutionären Bau“, so der Architekturhistoriker Peter Lemburg in seinem einführenden Vortrag, zugleich die Richtung des Wiederaufbaus vorgegeben werden. Denn diese Richtung – modern versus original – ist bis dato offen.</p>
<p>  <span id="more-6919"></span>  </p>
<p>Seit der Deutsche Bundestag im November 2016 die Summe von 62 Millionen Euro zum Bau einer neuen Bauakademie in Nachbarschaft des Humboldt-Forums bewilligt hat, „freuen wir uns hier zwar über das wunderbare Geschenk“, wie Katrin Lompscher auf dem Podium sagte. Aber über den „konkreten Inhalt, die Form und die Trägerschaft“ müsse sich Berlin mit dem Bund noch verabreden, so die Bausenatorin.</p>
<p>Einfach scheint die Einigung nicht zu werden, ließ Lompscher durchblicken. Der „Geldgeber und Bauherr Bund“ gedenkt noch im Sommer 2017 auf eigene Faust einen „Architektenwettbewerb Bauakademie“ auszuloben. Die Nutzungskonzepte sollen zudem von der Bundesstiftung Baukultur geprüft werden, „von denen wir nicht wissen, was da rauskommt“, wie Hans Kollhoff, Architekt und Vorsitzender der Initiative „Internationale Bauakademie“, anmerkte.</p>
<p>Um diesen vielen Unbekannten begegnen zu können, so Kollhoff weiter, müsse Berlin mit einem abgestimmten Nutzungskonzept für die zukünftige Bauakademie sowie mit einer „klaren Haltung zum Wiederaufbau“ auftreten.</p>
<p>Doch genau dies scheint schwierig in der Stadt, wie die Uneinigkeit der Debatte zeigte. Es gibt Begehrlichkeiten: Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, verteidigte am Mittwoch seine Vorstellung eines großen modernen Architekturmuseums. Wichtig für Lompscher war, dass der „Berlin-Bezug“ in den Programmen und Architekturausstellungen zum Tragen komme. Kollhoff hingegen und gleichfalls Wolfgang Schuster, AIV-Vorstand, setzen auf die Internationalität eines Architekturzentrums. Quo vadis Bauakademie?</p>
<p>Bei der Frage „Wie viel Schinkel muss in der wiedererrichteten Bauakademie drin sein?“ waren sich die Teilnehmer der Runde dann doch eher einig. Die Bilder zur Erinnerung zeigten Wirkung. Zumal Thomas Köhler, Direktor der Berlinischen Galerie und Fürsprecher einer modernen Variante des Wiederaufbaus, krankheitsbedingt auf dem Podium fehlte. „Etwas Neues kann nicht Gegenstand des Wettbewerbs sein, die Bauakademie kann man nur aufbauen, wo und wie sie war“, konstatierte Kollhoff trotzig-konservativ.</p>
<p>Auch Lompscher sprach sich dafür aus, „so viel Schinkel wie möglich“ in eine Rekonstruktion einfließen zu lassen, der „rote Kasten“ bedeutete ein Wahrzeichen der Stadt und ihrer Architekturgeschichte. Dass Parzinger am Ende vorschlug, angesichts eines neuen Nutzungskonzepts „Abstriche im Inneren“ zuzulassen – also einen Kompromiss zwischen alt und neu zu suchen – ging dann unter. Schinkel reloaded blieb die Devise.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de/wiederaufbau-der-bauakademie-in-berlin-schinkel-soll-schinkel-bleiben/">Wiederaufbau der Bauakademie in Berlin: Schinkel soll Schinkel bleiben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de">Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V.</a>.</p>
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		<item>
		<title>Bauakademie: Was und Wie?</title>
		<link>https://www.aiv-berlin-brandenburg.de/bauakademie-was-und-wie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Philip Engelbrecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Mar 2017 13:02:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bauakademie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dossier und inhaltliche Zusammenfassung der Veranstaltung vom 08.03.2017 &#8220;Der Bund stellt die finanziellen Mittel für den Neubau bzw. Wiederaufbau der Bauakademie am Schinkelplatz in Mitte – die Bauakademie wird somit ein öffentliches Gebäude werden. Was soll in das Gebäude hinein, und welche Gestalt soll die „neue Bauakademie“ haben? Hierüber sprach an diesem Abend im Berlin-Saal &#8230; <a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de/bauakademie-was-und-wie/">Weiter</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de/bauakademie-was-und-wie/">Bauakademie: Was und Wie?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de">Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bwg-ev.net/bauakademie-was-und-wie/" title="Bauakademie: Was und wie?" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a></p>
<p><a href="http://www.bwg-ev.net/bauakademie-was-und-wie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dossier und inhaltliche Zusammenfassung der Veranstaltung vom 08.03.2017</a></p>
<p>&#8220;Der Bund stellt die finanziellen Mittel für den Neubau bzw. Wiederaufbau der Bauakademie am Schinkelplatz in Mitte – die Bauakademie wird somit ein öffentliches Gebäude werden. Was soll in das Gebäude hinein, und welche Gestalt soll die „neue Bauakademie“ haben? Hierüber sprach an diesem Abend im Berlin-Saal der Zentralen Landesbibliothek ein hochkarätiges Podium.</p>
<p>Zu Beginn der Veranstaltung begrüßten Anna Jacobi, die Pressesprecherin der ZLB, als Hausherrin und Dr. Melanie Semmer in ihrer Funktion als 2. Vorsitzende des Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Berlin e.V. und als Vorstandsmitglied der berliner wirtschaftsgespräche e.V. die Anwesenden. Der Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin wurde 1824 von jungen Bauconducteuren, Studenten wie auch Absolventen der Bauakademie gegründet.</p>
<p>  <span id="more-6917"></span>  </p>
<p>Der Architekturhistoriker und AIV-Schriftführer Dr. Peter Lemburg begeisterte in einem bebilderten Kurzvortrag zur Geschichte der Bauakademie und erläuterte, erläuterte, dass Schinkel hier unterschiedliche Baustile und Konstruktionsprinzipien kombinierend verarbeitete und darin innovativ und „modern“ war. Die Bauakademie wurde zwischen 1831-1834 auf dem Gelände des vormaligen Packhofs der Stadt errichtet. Richtungsweisend waren damals:</p>
<ul>
<li>die Materialität: unverputzter Ziegelstein m. feinstem Terrakottadekor</li>
<li>vier annähernd gleichwertig Fassaden mit enorm großflächigen Fesnstern</li>
<li>die Kombination „mittelaterliche“ Konstruktion mit „hellenistischen“ Formen als Einheit von Inneren und Äußerem</li>
</ul>
<p>Schinkel hat in dieses „autobiographischen Bauwerk“ seine vielfach auf Reisen gewonnenen Erfahrungen und seine umfassende humanistische Bildung zur Darstellung gebracht. Dieses sollte beim Neuaufbau des Gebäudes gewürdigt werden.</p>
<p>Anschließend hob die Moderatorin des Abends, Kerstin Lassnig, die Vielfältigkeit des Bauwerks mit Ladengeschäften im Erdgeschoß, Lehr- und Bibliotheksräume der Oberbaudeputation und der Königlich Preußischen Bauschule sowie der privaten Wohnräume der Familie Schinkel hervor – zugleich wies sie darauf hin, dass dieses ab 1920 als Architekturikone betrachtete Bauwerk, kurz nach seiner Errichtung auf Grund seiner Kargheit als Fremdling betrachtet wurde. Von den Berlinern daher auch der „rote Kasten“ genannt.</p>
<p>Die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, freute sich als ehemalige Mitarbeiterin der Deutschen Bauakademie natürlich sehr, dass der Bund das Geld für den Wiederaufbau des Gebäudes zur Verfügung stellt. Das neue Gebäude soll ein öffentliches Gebäude werden. Bei Schinkel haben Inhalt und Form des Gebäudes miteinander korrespondiert, und das soll bei der „neuen“ Bauakademie auch wieder so werden. Der Bebauungsplan (1-208) ist vorgefasst.</p>
<p>Professor Dr. Wolfgang Schuster, 1. Vorsitzender des AIV, trug die Ansicht des Vereins vor, dass vor Ausschreibung des Architekturwettbewerbs bzw. Baubeginn ent-schieden sein sollte, was in das Gebäude hinein kommt bzw. welche Funktion es haben sollte. Hierbei sollte der städtebauliche Kontext unbedingt gewahrt bleiben. Auf den bisherigen Veranstaltungen zur Bauakademie im Rahmen des Dialog-verfahrens hätten die Historie und auch der Denkmalschutz in größerem Masse berücksichtigt werden können.</p>
<p>Architekt Professor Hans Kollhoff stellte den Verein Internationale Bauakademie e.V. vor, der gegründet wurde, um in einer neu errichteten Bauakademie als Ausstellungsgebäude die Bestände der zahlreichen Architektursammlungen zusammen zu führen. Dieses Konzept lässt sich nicht realisieren. Heute setzt sich der Verein dafür ein, dass die Bauakademie eine Plattform für Architektur wird, Symposien veranstaltet werden, auf denen nicht nur Architekten, Ingenieure und Stadtplaner miteinander in Gespräch kommen, sondern auch Investoren und vor allem die Bauausführenden, also auch das Handwerk, mit einbezogen werden. Austausch über die Theorie und Praxis des Bauens. Dieses im Sinne Schinkel, der immer wieder die Frage aufwarf: Was ist eigentlich Architektur? Schinkel ging es darüber hinaus um die Vorbildlichkeit von Architektur.</p>
<p>Professor Dr. Dr. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, ergänzte seinen Tagesspiegelartikel vom Oktober 2017 dahingehend, dass er in der neuen Bauakademie viel mehr als ein Museum für die Architektursammlungen der Stadt sehe. Die Stadt Berlin selbst sei das Architekturmuseum. Die Bauakademie solle eine Denkfabrik mit Ausstellungs-und Diskussionsplattfom werden, die der interessierten Öffentlichkeit ganz neue Möglichkeiten zur Partizipation geben solle. Zudem könnten zukünftig einzelne Sammlungen eine gemeinsame Ausstellung zu einem wichtigen Thema mit bau- oder stadtplanerischen Bezug veranstalten und in der Bauakademie erhöhte Aufmerksamkeit erzielen.</p>
<p>Frau Senatorin Lompscher betonte u.a., dass im Vorfeld die Trägerschaft geklärt werden muss. Neben internationalem und nationalem Bezug sollte auch der Berlinbezug gewährleistet sein. Möglich wäre die Trägerschaft des Bundes und des Landes Berlins. Als dritter Träger wäre eine Stiftung aus den privatrechtlichen Akteuren denkbar.</p>
<p>Herr Parzinger bemerkte, dass die SMPK gerne als Partner, aber nicht als Betreiber der Bauakademie zur Verfügung steht.</p>
<p>Für Herrn Kollhoff ist es unerlässlich, dass als dritter Träger die privaten Initiativen fungieren.</p>
<p>Aus dem Publikum rief Dr. Christian Müller (Baukammer Berlin) die zerstrittenen Berliner Akteure dazu auf, aufeinander zuzugehen und sich zu einigen, da anderenfalls ausschließlich der Bund die Trägerschaft übernehmen wird. Er sieht die Bauakademie als den Ort des Dialogs der Architekten und Ingenieure miteinander.</p>
<p>Aus dem Publikum forderte Frau Karsten, dass an dem neuen Ort im Schinkelschen Sinne des Vorbilds zukünftige Baustoffe und Energieeinsparung nachgedacht werden solle.<br /> Frau Lassnig warf die wichtige Frage auf: Wieviel Schinkel soll in der Bauakademie sein?<br /> Herr Kollhoff: Man muss beim Bau auch in die ehemalige Struktur des Gebäudes gehen. Das Äußere und die Struktur können nicht Gegenstand des Wettbewerbs sein.<br /> Herr Schuster: Wir haben neue Verordnungen (z.B. Brandschutz). Ob man im Schinkelschen Sinne bauen kann, hängt von der Mithilfe von Politik und Verwaltung ab.<br /> Frau Lompscher vertrat sie die Auffassung: „So viel Schinkel wie möglich.“ Zitat Frau Lompscher: “ Hülle Schinkel – Innen kein Schinkel – geht nicht!“. Die Kreativität der Architekten, aber auch der Baubehörden ist gefragt.<br /> Herr Lemburg riet dringend dazu, dass beim anstehenden Architekturwettbewerb Schinkelkenner mit im Entscheidungsgremium sitzen sollten.<br /> Frau Lompscher erläuterte, dass die Ausschreibung des Wettbewerbs noch vor der Bundestagswahl im September d.J. erfolgen soll.<br /> Frau Lassnig fasste noch einmal wesentliche Aussagend des Abends zusammen:</p>
<ul>
<li>Die Bauakademie soll ein Ort der Zukunft und des Dialogs werden, in der auch Vergangenheit und Gegenwart berücksichtigt werden.</li>
<li>Die enge Verbindung von Schinkel und Beuth ist für die „neue“ Bauakademie wichtig und darf nicht vergessen werden.</li>
<li>Bei der inhaltlichen Ausrichtung soll auch die Ingenieurbaukunst mit einbezogen werden.</li>
<li>In einem künftigen Kuratorium des Trägers sollen neben den Vertretern des Bundes und des Landes Berlin auch die zivilgesellschaftlichen Akteure um die Bauakademie vertreten sein.</li>
<li>Für den Architekturwettbewerb wird ein präzises Programm gefordert.</li>
<li>Es wird mehrheitlich „so viel Schinkel, wie möglich“ für die Architektur der künftigen „neuen“ Bauakademie gefordert. Schinkel solle „bei der Wettbewerbsauslobung mit am Tisch sitzen“.</li>
</ul>
<p style="padding-left: 30px;">Am Ende der (von ca. 70 Gästen) besuchten Veranstaltung ermunterte Frau Lassnig das Publikum, an der nächsten Dialogveranstaltung zur Bauakademie am 22.3.2017 (Stiftung Baukultur) teilzunehmen und sich auch dort aktiv einzubringen.&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 30px;">Presseecho:<br /> <strong>Schinkel soll auch Schinkel bleiben</strong>, TAZ, 10.3.2017. Den Artikel finden Sie <a href="http://www.taz.de/!5387663/" target="_blank" title="BWG in der TAZ" rel="noopener noreferrer">hier</a></p>
<p style="padding-left: 60px;">Diese Veranstaltung wurde inhaltlich und organisatorisch betreut durch Claudia Häuser-Mogge,&nbsp;Kerstin Lassnig und&nbsp;Melanie Semmer, Vorstandsmitglieder</p>
<p style="padding-left: 60px;"><img decoding="async" class="wp-image-82711 alignleft" src="http://www.bwg-ev.net/wp-content/uploads/2017/01/bwg-logo.png" alt="" width="265" height="46" /></p>
<p style="padding-left: 60px;">in Kooperation mit</p>
<p style="padding-left: 60px;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-82674" src="http://www.bwg-ev.net/wp-content/uploads/2017/01/logo-blau-mit-text-002-150x150.jpg" alt="" width="161" height="161" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de/bauakademie-was-und-wie/">Bauakademie: Was und Wie?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de">Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Programm einer Internationalen Bauakademie</title>
		<link>https://www.aiv-berlin-brandenburg.de/programm-fuer-eine-internationale-bauakademie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Philip Engelbrecht]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2017 11:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bauakademie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.aiv-berlin-brandenburg.de/programm-fuer-eine-internationale-bauakademie/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Pressemitteilung des AIV vom 16.01.2017 an Frau Dr. Barbara Hendricks, Senatoren und Beteiltigte mit konkreten Vorschlägen zum Programm einer Internationalen Bauakademie „Die Schinkelsche Bauakademie wird wiederaufgebaut als ein öffentlicher Ort der Lehre, Forschung, Präsentation und des Diskurses über die Zukunftsthemen der Städte und der Architektur.“&#160; &#160; (Koalitionsvereinbarung zwischen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) Landesverband Berlin, &#8230; <a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de/programm-fuer-eine-internationale-bauakademie/">Weiter</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de/programm-fuer-eine-internationale-bauakademie/">Programm einer Internationalen Bauakademie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de">Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de/wp-content/uploads/2017/01/170116_Thesen_zur_Bauakademie.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="text-decoration: underline;">Pressemitteilung des AIV vom 16.01.2017 an Frau Dr. Barbara Hendricks, Senatoren und Beteiltigte mit konkreten Vorschlägen zum Programm einer Internationalen Bauakademie</span></a></strong></p>
<p><a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de/wp-content/uploads/2017/01/170116_Thesen_zur_Bauakademie.pdf" title="AIV- Thesen zur Bauakademie" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a></p>
<p><strong>„Die Schinkelsche Bauakademie wird wiederaufgebaut als ein öffentlicher Ort der Lehre, Forschung, Präsentation und des Diskurses über die Zukunftsthemen der Städte und der Architektur.“&nbsp; &nbsp;</strong></p>
<p>(Koalitionsvereinbarung zwischen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) Landesverband Berlin, DIE LINKE Landesverband Berlin und BÜNDNIS 90/ Die Grünen Landesverband Berlin für die Legislaturperiode 2016-2021, Zeile 232-234).&nbsp; &nbsp;</p>
<p><strong>Der Brief des AIV zum <a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de/wp-content/uploads/2017/01/170116_Thesen_zur_Bauakademie.pdf" title="Programm einer Internationalen Bauakademie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Download</a></strong></p>
<p>27 Jahre nach der Wende und 21 Jahre nach dem Abriss des DDR-Außenministeriums hat sich im Land Berlin politisch ein Konsens darüber gebildet, was von vielen Experten und Vereinen seit langem vertreten wurde: Die Schinkelsche Bauakademie am Schinkelplatz 1 muss wiederaufgebaut werden. Auch auf Bundesebene ist spätestens seit dem Richtfest des Humboldt Forums klar, dass an jenem Ort, an dem Musterecke, Fassadenfolie und Roter Saal zunehmend Patina ansetzen, gehandelt werden muss. In der Einsicht darüber, dass neben dem Humboldt Forum auch dieses Vorhaben von bundesweiter Tragweite ist, wurde parallel zur Vereinbarung der Berliner Koalition aus dem Bundeshaushalt das notwendige Budget zum Wiederaufbau zur Verfügung gestellt. Mit der finanziellen Zuwendung des Bundes zum Wiederaufbau rückt die Frage nach Botschaft, Nutzung und Trägerschaft einer künftigen Bauakademie in das öffentliche Interesse.</p>
<p>  <span id="more-6913"></span>  </p>
<p>Angesichts dieser Situation sieht sich der Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (AIV) aufgefordert, als neutrale Institution konzeptionell vermittelnd zu beraten und Vorschläge zu unterbreiten: Der AIV ist als älteste professionelle Berufsvereinigung der Baufachleute in Berlin unauflösbar mit der Geschichte der Bauakademie verbunden. Er wurde 1824 in der Zeit Schinkels gegründet, und Schinkel selbst war ein wichtiges Mitglied des Vereins. Führende Mitglieder waren Lehrer wie Schüler der Bauakademie. Der AIV hat mit seinem Grundlagenwerk „Berlin und seine Bauten“ Architekturgeschichte geschrieben und vergleichbare Publikationen in anderen Städten Deutschlands initiiert. Unter dem Leitspruch „aus Tradition dem Neuen zugewandt“ vergibt der AIV seit 1852 jährlich den international ausgeschriebenen Schinkel-Preis und fördert damit junge Talente aus dem gesamten Spektrum des Bauens.</p>
<p>Im Folgenden stellen wir ein Konzept für eine Internationale Bauakademie zur Diskussion, das in Gesprächen mit zahlreichen Akteuren vieler Institutionen gereift ist. &nbsp;</p>
<p><strong>Botschaft einer Internationalen Bauakademie</strong> &nbsp;</p>
<p>In einer Zeit zunehmender Intoleranz soll eine künftige Internationale Bauakademie Brücken bauen – Brücken zwischen Städten und Ländern, zwischen fragmentierten Disziplinen, professionellen Lagern, zwischen Vergangenheit und Zukunft. Berlin als Bundeshauptstadt steht im Zentrum vieler Aktivitäten, und steht im Ausland sowohl für Toleranz, als auch für eine Stadt mit harten Brüchen, mit positiven wie auch manchen kritischen Lösungsansätzen, für eine Stadt, die nicht nur vieles vorzuweisen hat, sondern auch von anderen lernen möchte.</p>
<p>&#8211;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Brücken zwischen Städten und Ländern &nbsp;</p>
<p>Berlin ist nicht perfekt, nicht fertig, kein strahlendes Modell. Berlin kann aber zeigen, wie es besser wird, und es muss von anderen lernen, um besser zu werden. Berlin braucht den internationalen Austausch, wie andere Städte auch. Dafür hat es als Bundeshauptstadt gute Voraussetzungen – etwa ein weit gespanntes Netz an Städtepartnerschaften, das in der Internationalen Bauakademie mit Blick auf das Bauen gefestigt werden kann. Zudem hat die Internationale Bauakademie mit dem Auswärtigen Amt eine einzigartige Nachbarschaft, die eine Kooperation nahelegt.</p>
<p>&#8211;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Brücken für die Disziplinen des Bauens &nbsp;</p>
<p>In der Bauakademie des 19. Jahrhunderts war das Bauen noch ein ganzheitliches Programm, das sich im Laufe des 20. Jahrhunderts immer mehr ausdifferenzierte und zugleich fragmentierte. Für diese Entwicklung gab es gute Gründe, aber die damit verbundenen Verluste sind unübersehbar. Daher gilt es, bei allem Respekt für die inzwischen etablierten Fachdisziplinen, anhand konkreter Themen zu Stadt und Architektur, das gegenseitige Verständnis zu fördern, Gemeinsamkeiten zu stärken und Kooperationen zu erleichtern.</p>
<p>&#8211;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Brücken zwischen den professionellen Lagern &nbsp;</p>
<p>Das Bauen ist auch ein Feld des Streitens, insbesondere unter Fachleuten. Das ist gut und fruchtbar, solange dieser Streit konstruktiv ausgetragen wird. Wenn der Streit zum Hauen und Stechen wird, schadet er unserer Profession und auch dem Bauen insgesamt. Wir wollen helfen, eine konstruktive Streitkultur zu entwickeln, insbesondere müssen wir mehr miteinander sprechen, nicht nur in den eigenen Zirkeln. &nbsp;</p>
<p>&#8211;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Brücken zwischen Vergangenheit und Zukunft &nbsp;</p>
<p>Nicht nur in Berlin gibt es eine Kontroverse zwischen Jenen, die nur zurückblicken, und Jenen, die nur nach vorne blicken wollen. Das widerspricht allen Erfahrungen und schlägt auch eine der wichtigsten Lehren der historischen Bauakademie in den Wind:&nbsp; Weder kann das Programm der einstigen preußischen Bauakademie hinsichtlich Lehre und Praxis fortgeschrieben werden, noch sollte es vor dem Hintergrund heutiger Anforderungen ignoriert werden. Das Werk von Karl Friedrich Schinkel und Peter Christian Beuth kann dazu beitragen, unsere Denk- und Handlungsräume besser zu justieren.</p>
<p>&#8211;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Brücken im städtischen Raum &nbsp;</p>
<p>Während in der fachlichen Diskussion ausführlich über die architektonische Bedeutung der historischen Bauakademie nachgedacht wurde, blieb ihre zentrale städtebauliche Bedeutung eher unbeachtet: wie kein anderes Gebäude Karl Friedrich Schinkels schuf sie Stadtraum. Die Bauakademie stand im städtebaulichen Dialog mit dem ehemaligen Schloss, mit dem Alten Museum, mit der ehemaligen Alten Münze und mit der Friedrichswerderschen Kirche. Sie prägte zwei Stadtplätze unterschiedlichen Typs: den Platz an der Bauakademie (später Schinkelplatz) und den Werderschen Markt. Die historische Bauakademie ist insofern auch ein Manifest gegen das selbstgefällige, isolierte Bauen, ein Plädoyer für das Bauen von Stadt durch Architektur.&nbsp; &nbsp;</p>
<p>Berlin ist ein einzigartiges räumliches Geschichtsbuch insbesondere der letzten 150 Jahre, das uns ein reiches positives wie kritisches Erbe hinterlassen hat. Dieses wollen wir als Herausforderung annehmen. Berlin reifte im 20. Jahrhundert zu einer Stadt von weltgeschichtlicher Bedeutung. Es wurde zum Symbol der Bedrohung der Welt, zum Motor zweier Weltkriege, zum Machtzentrum zweier höchst unterschiedlicher Diktaturen und zur zentralen Bühne des weltumspannenden Kalten Krieges. Heute hat Berlin einen außerordentlich guten Ruf außerhalb der Grenzen Deutschlands. Es gilt als heitere und tolerante Hauptstadt eines nicht immer als heiter und tolerant wahrgenommenen Deutschland. In der Stadtentwicklung sucht es im Wettbewerb wie im Austausch mit anderen europäischen Metropolen sein Wachstum nachhaltig zu gestalten.</p>
<p><strong>Nutzung einer Internationalen Bauakademie</strong> &nbsp;</p>
<p>Die neue Internationale Bauakademie entfaltet ihre Aktivitäten zu Stadt und Architektur auf drei Ebenen: Ausstellungen, Lehre und Forschung mit jeweils internationaler Perspektive. Schwerpunkt ist dabei die Metropole Berlin.</p>
<p>&#8211;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Ausstellungen &nbsp;</p>
<p>Ausstellungen von lokaler, nationaler und internationaler Attraktivität sind Kern der Internationalen Bauakademie. Sie bestehen zu einem Drittel aus einer Dauerausstellung und zu zwei Dritteln aus Wechselausstellungen, vor allem zu Architektur und Städtebau in Berlin. Um diese Aufgabe erfüllen zu können, bedarf es eines großen Fundus an historischen Planzeugnissen und an institutioneller Kompetenz. Hier kann Berlin auf umfangreiche Bestände und große Erfahrung zurückgreifen. Das Architekturmuseum der Technischen Universität verfügt nicht nur über eine der ältesten und international bedeutendsten Plansammlungen, sondern auch über Ausstellungs- und Digitalisierungserfahrung. Ihr Träger, die Technische Universität Berlin, ist eine Nachfolgeinstitution der preußischen Bauakademie. Die Internationale Bauakademie bezieht sich darüber hinaus auf die zahlreichen Planbestände auch anderer Institutionen in Berlin und kooperiert mit weiteren Architekturmuseen in Deutschland. Ergänzend zu den Ausstellungen werden Vorträge und Konferenzen organisiert.</p>
<p>&#8211;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Lehre&nbsp; &nbsp;</p>
<p>An der Internationalen Bauakademie Berlin, so unser Vorschlag, werden drei Ateliers mit unterschiedlichen Entwurfsaufgaben für Studentinnen und Studenten aus dem In- und Ausland von ebenso national und international tätigen Gastprofessorinnen und Gastprofessoren angeboten. Die Entwürfe behandeln Themen von Stadt und Architektur mit Schwerpunkt Bundeshauptstadt Berlin unter Berücksichtigung der historischen wie sozialen Dimension. Jeweils eines der Entwurfsthemen könnte in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen sowie mit dem Bundesbauministerium entwickelt werden. Das Lehrangebot richtet sich vor allem an Studentinnen und Studenten aus dem Spektrum Stadt und Architektur, grundsätzlich sollte es aber allen Qualifizierten offenstehen. &nbsp;</p>
<p>&#8211; &nbsp;&nbsp; &nbsp;Forschung &nbsp;</p>
<p>Die Forschung widmet sich der Stadt und der Architektur der Metropole Berlin unter historischen, stadttechnischen, sozialen und internationalen Bezügen. In der Gründungsphase wären drei Forschungsschwerpunkte zu Berlin denkbar: Dokumentation des Bauens in Berlin, Spezialinventar „Berliner Architektursammlung“ sowie „Systematisierung raumbezogenen städtebaulichen Wissens zum Wachstum der Hauptstadtregion“. &nbsp;</p>
<p>&#8211;&nbsp;&nbsp; &nbsp;Möglicher Beitrag des Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Berlin &nbsp;</p>
<p>Der AIV kann eine Internationale Bauakademie in allen Bereichen substanziell unterstützen. Es seien hier aber zunächst nur zwei Beiträge genannt, mit denen der AIV in der öffentlichen Wahrnehmung direkt verbunden wird: der AIV- Schinkel- Preis und die Publikationsreihe „Berlin und seine Bauten“. &nbsp;</p>
<p>Seit 1852 wird durch den Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin e.V. (AIV) jährlich der internationale AIV- Schinkelwettbewerb ausgelobt. Zu seinen Förderern gehören neben dem Verband Deutscher Architekten und Ingenieurvereine (DAI) auch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen sowie die Baukammer Berlin. Der Wettbewerb ist eine anerkannte Größe in der internationalen Wettbewerbslandschaft und eine fest etablierte Institution zur Förderung des Nachwuchses. Die Gewinner werden mit dem AIV-Schinkel-Preis und Anerkennungen geehrt. Der Schinkelwettbewerb könnte zu einem zentralen Zulassungs- und Förderinstrument der Internationalen Bauakademie werden. Teilnahmeberechtigt wären wie bislang alle Studentinnen und Studenten und junge Professionelle aus dem In- und Ausland bis zu einem Alter von 35 Jahren. Die Verfasser der besten Arbeiten erhalten mit der Verleihung des Schinkel-Preises ein Stipendium, um an der Internationalen Bauakademie an einem der drei Ateliers teilnehmen und kostenfrei wohnen zu können.&nbsp; &nbsp;</p>
<p>Die Buchpublikation „Berlin und seine Bauten (BusB)“ ist die bedeutendste Baudokumentation Berlins, ihre erste Ausgabe erschien 1877, eine zweite Ausgabe 1896 und die große dritte Ausgabe seit 1964, die insgesamt 24 Bände umfasst. Eine vierte Ausgabe mit Blick auf neue Medien ist in Vorbereitung und könnte in das Forschungslabor der Internationalen Bauakademie eingebracht werden.</p>
<p><strong>Trägerschaft einer Internationalen Bauakademie</strong> &nbsp;</p>
<p>Die in Berlin am 25. September 2001 gegründete „Internationale Bauakademie Berlin e.V.“ wurde als gemeinnütziger Verein vom Senat beauftragt, sich um die Belange des Wiederaufbaus und der inhaltlichen Konzeption zu kümmern. Als „geborene Mitglieder“ sind an der „Internationalen Bauakademie e.V.“ folgende Institutionen beteiligt: &nbsp;</p>
<p>Kunstbibliothek Berlin&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br />Stiftung Preußischer Kulturbesitz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br />Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br />SMB Kupferstichkabinett&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br />Stiftung Stadtmuseum Berlin&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br />Staatsbibliothek zu Berlin&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br />Berlinische Galerie&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br />Geheimes Staatsarchiv&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br />Preußischer Kulturbesitz&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br />Zentral- und Landesbibliothek Berlin&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br />Deutsches Technikmuseum Berlin&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br />Landesarchiv Berlin <br />Akademie der Künste, Baukunstarchiv <br />Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;<br />Förderverein Bauakademie &nbsp;<br />Friends of Schinkel <br />Bauhaus-Archiv Berlin <br />Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin <br />Werkbundarchiv &#8211; Museum der Dinge Berlin. &nbsp;</p>
<p>Auf der Grundlage der neuen Rahmenbedingungen empfiehlt der AIV, den Verein&nbsp;&nbsp; „Internationale Bauakademie Berlin e.V.“ in veränderter Form in eine Stiftung „Internationale Bauakademie“ zu transformieren, diese Stiftung könnte dann gemeinsam von Bund und Land getragen werden. Weitere wichtige Träger wie die TU Berlin kommen hinzu. &nbsp;</p>
<p>Mit dem Wiederaufbau der Bauakademie erhält die Mitte Berlins einen zentralen Lehr-, Forschungs- und Ausstellungort für Stadt und Architektur von europäischem Rang.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Berlin, den 16.01.2017&nbsp; Für den Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin e.V., Harald Bodenschatz, Peter Lemburg, Tobias Nöfer, Markus Tubbesing</p>
<p><strong>Der Brief zum <a href="https://www.aiv-berlin-brandenburg.de/wp-content/uploads/2017/01/170116_Thesen_zur_Bauakademie.pdf" title="Programm einer Internationalen Bauakademie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Download</a></strong></p>
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