James Hobrecht war Bauingenieur, Stadtplaner, Infrastrukturplaner, Stadtbaurat, auch auch langjähriger Vorsitzender des Architekten-Vereins zu Berlin. Wertgeschätzt wurde er aber nicht immer: Besonders die dicht bebaute Innenstadt war Gegenstand einer im wörtlichen Sinne vernichtenden Kritik. Inzwischen ist er rehabilitiert, sein Werk bleibt aber umstritten. Wie ist eine solche Person aus heutiger Sicht angemessen zu würdigen?
Begrüßung
Prof. Johannes Modersohn 2. Vorsitzender AIV zu Berlin-Brandenburg
Vorträge
James Hobrecht: Fachmann internationalen Rangs
Dr. Peter Lemburg Architekturhistoriker
James Hobrecht: Nicht immer geschätzter Wegbereiter der Großstadt Berlin
Prof. Dr. Harald Bodenschatz Soziologe und Stadtplaner
Podiumsgespräch
Hobrecht: Vorbild oder Schreckbild?
Prof. Angela Million Professorin für Städtebau und Siedlungswesen am Institut für Stadt- und Regionalplanung der Technischen Universität Berlin
Dr. Hans-Dieter Nägelke Architekturrnuseum TU Berlin
Prof. Philipp Oswalt Architekt und Professor für Architekturtheorie und Entwerfen an der Universität Kassel
Moderation
Prof. Johannes Modersohn 2. Vorsitzender AIV zu Berlin-Brandenburg
Anlässlich seines 200. Geburtstags am 31. Dezember 2025 veranstaltet der AIV eine vierteilige Reihe von Vorträgen, Podiumsgesprächen und Diskussionen. Im Mittelpunkt steht einerseits die historische Würdigung Hobrechts und seines vielschichtigen Werks, andererseits die Frage, welche Impulse seine Ideen für die Stadtentwicklung Berlins im 21. Jahrhundert geben können.
„Hobrechts Werk ist aktueller denn je: Dichte, durchmischte Stadtquartiere und leistungsfähige Infrastruktur sind heute wieder Kernthemen der Stadtentwicklung. Wir wollen seine Ideen neu beleuchten – kritisch, aber auch mit Blick auf ihre Impulse für eine nachhaltige Zukunft Berlins“, so Dr.-Ing. Christian Müller, AIV-Vorstandsvorsitzender.
Während Hobrecht nach dem 1. Weltkrieg für die Entstehung der „größten Mietkasernenstadt der Welt“ scharf kritisiert wurde, erleben die Stadtteile des Hobrecht-Plans heute eine neue Wertschätzung. Sie gelten als beispielhaft für urbane Dichte, Nutzungsvielfalt und eine qualitätvolle städtische Struktur mit städtischen Straßen und Plätzen, die angesichts von Klimawandel, Wohnraumbedarf und Mobilitätswende erneut an Aktualität gewinnen.
Die Veranstaltungsreihe findet von November bis Januar 2026 in den Räumen des THF Towers und des THF Besucherzentrums am Tempelhofer Feld statt. Schirmherrin ist die Senatsbaudirektorin Prof. Petra Kahlfeldt. Kuratiert wird die Reihe von AIV-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Harald Bodenschatz. Das Projekt wird von der Friede Springer Stiftung gefördert.
Programmüberblick
(Details siehe beiliegendes ausführliches Programm)
Donnerstag, 27. November 2025, 19 Uhr
THF Tower
Straßen und Plätze für Berlin
Historische Planungen Hobrechts und aktuelle Perspektiven auf die Gestaltung öffentlicher Räume.
Donnerstag, 11. Dezember 2025, 19 Uhr
THF Besucherzentrum
Stadttechnische Infrastruktur für Berlin
Vorträge und Diskussionen zur Weiterentwicklung von Wasser-, Verkehrs- und Energieinfrastrukturen in einer wachsenden Stadt.
Donnerstag, 15. Januar 2026, 19 Uhr
THF Tower
James Hobrecht: Vorbild wie Schreckbild
Kontroverse Neubewertung seines planerischen Erbes durch Historikerinnen, Stadtplaner, Architektinnen und Vertreter der Stadtgesellschaft.
Donnerstag, 29. Januar 2026, 19 Uhr
THF Tower
Potentiale Berlins für morgen
Podiumsdiskussion mit führenden Vertreterinnen und Vertretern der Architektenkammer und der gestaltenden Verbände über Bausteine einer nachhaltigen Stadtentwicklung.
Das ausführliche Programm mit allen Terminen, Themen und Mitwirkenden finden Sie anbei. Anmeldungen zu den Veranstaltungen bitte per E-Mail an mail@aiv-bb.de, Presseakkreditierungen an m@rozok.de. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Sie können sich bereits bei uns dazu anmelden: mail@aiv-bb.de.

