AIV-Schinkel-Wettbewerb 2020: Preisträger*innen stehen fest

Acht Arbeiten junger Planer*innen mit mehr Mut und Utopien für das „Berlin in 50 Jahren“ ausgezeichnet


Abb.: „Apfel*mus“: Schinkel-Preis – Elisa Mado Lenius, Anne-Sophie Schoss (TU Dresden)

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Berlin, 13. März 2020 – Die Preisträger*innen des 165. AIV-Schinkel-Wettbewerbes stehen fest. Der Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (AIV) hat den Förderwettbewerb für junge Leute bis 35 Jahre dieses Mal ausgelobt, um mit mehr Mut Ideen und Utopien für das „Berlin in 50 Jahren“ zu kreieren. Eva Krapf, Vorsitzende des AIV-Schinkel-Ausschusses: „Dieses Jahr blicken wir nicht nur auf 100 Jahre Groß-Berlin zurück, sondern schauen in die Zukunft, um Szenarien zu entwickeln, die aufzeigen, welche Weichen wir schon heute für die Zukunft der Metropolregion Berlin-Brandenburg stellen müssen.“

Aufgabe war es, auf dem Siedlungsstrahl Berlin – Karow – Buch – Panketal – Bernau an Entwürfen für ausgewählte Orte aufzuzeigen, wie sich die absehbaren Veränderungen von Umwelt und Gesellschaft stadträumlich, landschaftlich und baulich darstellen und auf die zukünftige Gestaltung von Stadt- und Landschaftsräumen auswirken werden. Das Thema war in die Fachsparten Architektur, Städtebau, Landschaftsarchitektur und Freie Kunst unterteilt.

Eingegangen sind insgesamt 92 Arbeiten von jungen Planer*innen, von denen acht ausgezeichnet werden. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 18.200 Euro vergeben. Krapf: „Bei den eingereichten Arbeiten haben wir dieses Jahr ein insgesamt qualitativ höheres Niveau verzeichnet, da auch die Aufgabenstellung sehr anspruchsvoll war. Die preisgekrönten Arbeiten zeigen große Zuversicht, die Aufgaben der Zukunft in Angriff zu nehmen, aber auch den Mut, Außergewöhnliches zu wagen. Deswegen tut es uns von Herzen leid, dass wir dieses Jahr die Pressekonferenz mit Ausstellungseröffnung sowie das Schinkel-Fest mit Preisverleihung aufgrund der Corona-Krise absagen müssen.“

Dipl.-Ing. Tobias Nöfer, AIV-Vorsitzender, ergänzt: „Da die Lage sich täglich verschärft, haben wir beschlossen, der Empfehlung des Bundesgesundheitsministers zu folgen und alles Mögliche zu tun, um die weitere Ausbreitung zu stoppen. Das Schinkel-Fest, die Preisverleihung und die damit verbundene Ausstellung werden auf einen späteren Zeitpunkt in diesem Jahr verschoben. Die genaue Datierung wird bekannt gegeben, wenn wir einen sicheren Zeitpunkt gefunden haben.“

Für den nächsten Schinkel-Wettbewerb im Jahr 2021 steht bereits das Thema fest. Dazu die beiden zukünftigen Vorsitzenden des Schinkel-Ausschusses Gesche Gerber und Ernst-Wolf Abée: „Die Aufgabe im nächsten Jahr heißt ´Zwischen Wasser und Gleis´ und sucht nach neuen Ideen für den Berliner Westhafen und Großmarkt. Beide sind wie ´geheime Orte´, die den meisten Berliner*innen unbekannt sind, jedoch haben sie eine große Bedeutung für die Ver- und Entsorgung der Stadt. Dies gilt es zu etablieren.“

Nöfer: „Neben dem AIV-Schinkel-Wettbewerb führen wir anlässlich des 100-jährigen Jubiläums Groß-Berlins auch den internationalen städtebaulichen Wettbewerb Berlin-Brandenburg 2070 durch, der ab 1. Oktober von Metropolengesprächen und einer Ausstellung im Kronprinzenpalais begleitet wird. Mit beiden Wettbewerben verfolgen wir das AIV-Ziel, die Berliner Baukultur zu fördern.“

Weitere Informationen zu den Preisträger*innen finden Sie folgend, Bildmaterial unter folgendem Link: https://drive.google.com/drive/folders/1-eP1_y_w300KruHOejlTt-Iv73vF1Gr8

Preisträger*innen AIV-Schinkel-Wettbewerb:

Fachsparte Architektur:
„Die fliegende Stadt“:
Schinkel-Preis – Christian Rapp (HS Augsburg)
„La Fabrique“: Sonderpreis, gestiftet von Heinz Diesing über die Karl-Friedrich-Schinkel-Stiftung des AIV – Carsten Sgraja (FH Potsdam)
„Bocage”: Sonderpreis, gestiftet von Heinz Diesing über die Karl-Friedrich-Schinkel-Stiftung des AIV – Felix Schuschan, Leon Hidalgo (FH Münster)

Fachsparte Städtebau
„Apfel*mus“:
Schinkel-Preis – Elisa Mado Lenius, Anne-Sophie Schoss (TU Dresden)
„Ber-linie“: Sonderpreis, gestiftet vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg (MIL) – Rebecca Bader, Michelle Kaszas, Michael Maier, Luisa Wetzel (HTWG Konstanz)

Fliegende Stadt
Abb.: „Die fliegende Stadt“: Schinkel-Preis (Christian Rapp, HS Augsburg)

 

Fachsparte Landschaftsarchitektur
„Equilibrium“:
Schinkel-Preis – Antonia Eger, Evelina Faliagka, Pascal Zißler (TU Berlin)
„Joint Future“: Sonderpreis, gestiftet von der Lenné-Akademie für Gartenbau und Gartenkultur e.V. und Sonderpreis, gestiftet vom Verband Restaurator im Handwerk e.V. – Xiang Lin, Dihang Lin, Wen Yang (TU München)

Fachsparte Freie Kunst
„Expo 2100 & die ´Berliner Schachtel´“:
Sonderpreis, gestiftet von der Hans und Charlotte Krull Stiftung – Friedrich Barth, Alexander Witt (Bauhaus Universität Weimar, UdK Berlin)

Weitere Informationen zum AIV-Schinkel-Wettbewerb:
Seit 1855 richtet sich der AIV-Schinkel-Wettbewerb als Förder- und Ideenwettbewerb jährlich an junge Planer*innen, um deren Kreativität für die Lösung zukunftsorientierter Planungsaufgaben zu wecken. Neben der Förderung des technisch-wissenschaftlichen Nachwuchses initiiert der Wettbewerb einen Dialog zwischen Stadtöffentlichkeit, Fachleuten, Verwaltung und Politik. Er zielt darauf ab, Interesse für ein Gebiet zu wecken, Sensibilität im Umgang mit dem Bestand zu entwickeln, die Bedeutung für die Umgebung aufzuzeigen und somit zur Qualifizierung der Aufgabenstellung einer formellen Planung beizutragen. In diesem Sinne ist der Wettbewerb darauf ausgerichtet, eine Beziehung der breiten Öffentlichkeit zum Planungsgebiet zu generieren und sie für die Gestaltung der öffentlichen Räume zu gewinnen. Aufgrund seiner Unabhängigkeit gelingt es dem AIV-Schinkel-Wettbewerb damit, Anregungen in laufende Planungen einzubringen. www.aiv-berlin.de/schinkel-wettbewerb

Weitere Informationen zum Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin (AIV):

Der AIV hat das Ziel, die Berliner Baukultur zu fördern. Seine wichtigste Aufgabe sieht der traditionsreiche und zweitälteste Verein Berlins somit darin, Stellung zu aktuellen Planungsvorgängen zu beziehen. Er nimmt damit maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklungen in wichtigen städtischen Bereichen der Hauptstadt. Der AIV analysiert und kommentiert Etappen und Projekte; er stellt Diskussionsansätze für die zukünftige Stadtentwicklung vor und ist somit ein wichtiger und kritischer Begleiter der Bau- und Kulturgeschichte Berlins. www.aiv-berlin.de.

Ansprechpartner AIV:

Dipl.-Ing. Tobias Nöfer, Vorsitzender Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin e.V., T +49 30 883 45 98, mail@aiv-berlin.de

Dipl.-Ing. Eva Krapf, Vorsitzende AIV-Schinkel-Ausschuss, Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin e.V., T +49 30 883 45 98, krapf@aiv-berlin.de

Pressekontakt:

Martina Rozok, Pressesprecherin, Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin e.V., M +49 170 23 55 988, kommunikation@aiv-berlin.de

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