Mit den kleinen Schätzen der Mark, hier Kirchen und Dorfkirchen, setzen wir unsere Reihe der evangelischen Denkmalpflege Mittelmark-Brandenburg im Hohen Fläming um Bad Belzig fort: Den jeweiligen Kirchenraum mit seinen religiösen Kunstwerken umgibt die Bauliche Struktur – mal in Feldstein, mal verputzt. Uns interessieren die Dachstühle mit ihren Zimmermannskonstruktionen, die Deckengewölbe von oben und, wo möglich, auch die hölzernen Glockenstühle.
Die Gotteshäuser sind Zeitzeugen bzw. Zeugen des zeitlichen Wandels von der Romanik zur Gotik mit Überformungen aus der Renaissance bis ins 19. Jahrhundert. Es scheint wie ein Wunder, dass diese Kleinodien schlimme Perioden und Verwahrlosung überstanden. Deshalb ist es heute umso wichtiger Paten für die Bauten zu finden, die den baulichen Zustand wenigstens anzeigen.
Zu den schlimmen Perioden zählt die Franzosenzeit, die hier in der Kolbenschlacht am Hagelberg in dieser Region ihr Ende fand. Die Fahrt auf den Hagelberg – 200 m ü NN – geschieht für jeden Teilnehmenden auf eigene Gefahr, genauso wie die Befahrung über den Hüttenberg, 150 m, im Zuge des Kunstwanderwegs Hoher Fläming. Dieser wurde 2007 vom Naturparkverein Fläming e.V. angelegt, als weltliche Regionalförderung für den Tourismus. Wir finden die Kunstwerke „Steinschlange“, „die Jagd“ von Joerg Schlinke, „Unter Kiefern“ von Susken Rosenthal, „Intermezzo“ von Susanne Ruoff, sowie den Gedenkstein des KZ-Außenlagers Belzig. In ihm mussten Frauen Zwangsarbeit für das Kopp & Co. Werk Roederhof leisten.
Nach der Umrundung der Burg Eisenhardt lockt das Eiskaffee „Zur Postmeile“. Zum Bahnhof Bad Belzig, von dem immer stündlich auf 41 die Züge nach Berlin abgehen, sind es nur sieben Minuten. Dauer der kostenfreien Fachexkursion mit Fahrrad: 10 Stunden entsprechend 6 Unterrichtseinheiten á 45 min. §6 Abs 2 FortPrakV AK Bln. Für die Teilnahme gibt es für Mitglieder beim AIV-BB 6 Fortbildungs-punkte der AK, bei Nicht-Mitgliedern wird eine Bearbeitungspauschale von 25,- € erhoben.