Fachexkursion mit Steffen Adam: 150 Jahre Heinrich Tessenow, Gartenstadt Hellerau, am Samstag 20.06.2026

„Das Einfache ist nicht immer das Beste; aber das Beste ist immer einfach“

Heinrich Tessenow: Hausbau und dergleichen. Mit 107 Zeichnungen und Photographien eigener Arbeiten von Heinrich Tessenow. Bruno Cassirer, Berlin 1916, Seite 45

In Dresden verbindet die Straßenbahn-Linie 8 Hellerau direkt mit der Südvorstadt, Neustadt und Altstadt. Sie verkehrt täglich von ca. 5 bis 1 Uhr und ist die schnellste Option, da sie durch die wichtigsten Stadtteile führt. Die Fahrt dauert typischerweise etwa 12 Minuten und bildet damit eine der wichtigsten Voraussetzungen der Gartenstadtidee von Ebenezer Howard: Die Anbindung des Wohnens im Grünen an das Zentrum der Stadt mit Schienenfahrzeugen.

Der Gründer der Möbel-Manufaktur, der seinen Namen, um den Standort seines bedeutenden Schaffens zu unterstreichen, dem Zeitgeschmack typisch auf Carl Schmidt-Hellerau verlängerte, wollte wie im Gesamtkunstwerk üblich, auch sämtliche Lebensbereiche seiner Firma gestaltet wissen – und sie kamen alle: Fritz Schumacher aus Hamburg, Muthesius aus Nikolassee, Theodor Fischer aus München. Schmidt hatte mit dem Politiker Friedrich Naumann, dem Publizisten Wolf Dohrn und dem Architekten Richard Riemerschmid die gemeinnützige Gartenstadt Hellerau GmbH gegründet.

Heinrich Tessenow wollten die würdigen Herren der konservativen Spielart der Reformarchitektur gar nicht dabeihaben. Erst Prof. Martin Dülfer, der Tessenow schon an die Technische Hochschule Dresden verpflichtet hatte, spannte ihn nun zusammen mit Alexander von Salzmann und Adolphe Appia in das Projekt Tanz- und Bildungseinrichtung von Émile Jaques-Dalcroze, dem Festspielhaus, ein.

Dauer der Fachexkursion: 8 Stunden entsprechend 10 Unterrichtseinheiten á 45 min. §6 Abs 2 FortPrakV AK Bln. Für die Teilnahme gibt es beim AIV-BB 10 Fortbildungspunkte der Architektenkammer Berlin.

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